Die kleine Welt des Herrn Mitkartoffel - 02.12.06 Borussia Mönchengladbach II (A)
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02.12.06, 19. Spieltag: Borussia Mönchengladbach II - Fortuna Düsseldorf 1:1 (0:0)

Stadion im Borussia Park, Mönchengladbach

GUEST STAR: Steffi

Welch verheißungsvolle Konstellation! Fortuna reist zum Tabellenletzten nach Gladbach. Da weiß man vorher, dass man sich fast gar nicht gut aus der Affäre ziehen kann. Nach 120 erfolglosen Minuten im Pokal und ohne rund 18 verletzte Spiele sollten also 3 Punkte bei der U23 der B'russia rausspringen. Naja, hat nicht ganz geklappt. Die Jungens gehen konditionell echt auf dem Zahnfleisch. Aber auch der Punkt hilft weiter. Da die Hinrunde nach diesem Spieltag beendet ist und Fortuna mit Platz 2 einen Aufstiegsrang bekleidet, kann man wahrhaft zufrieden sein. Aber ohne das hier gleich in ein Halbsaisonsresümée ausarten zu lassen, da ist noch Luft nach oben in den sportlichen Leistungen der Mannschaft, insbesondere im Sturm, schaut man sich nur einmal meinen Notenspiegel an. Hier aber erst einmal der Bericht zum Auftritt in Gladbach. Take it away, Boys!


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Eingewechselt: 66. Lamidi (3) für Schnitzler, 80. Spann (-) für Hoffmann - 68. Adewunmi (5) für Canale und Wolf (5) für Pusic, 78. Barth (-) für Kruse - Reservebank: Engelmann (TW), Kempe, Raczka, Mitroglon, Krük - Kronholm (TW), Wilczek, Czajor, Böcker.
Tore: 1:0 Marin (90., Rechtsschuss, direkter Freistoß), 1:1 Palikuca (90.+1, Rechtsschuss, Vorarbeit Barth)
Chancenverhältnis: 6:6 - SR: Bartsch (Marnitz), Note 4, ohne große Fehler, aber sehr kleinlich, trug damit zum schlechten Spiel bei. - Zuschauer: 4500 - Gelbe Karten: Sahan, Fleßers, Hoffmann - Kruse, Canale
Spielnote: 5

Spieler des Tages:
Marko Marin

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Das erst 17jährige Gladbacher Mittelfeldtalent war von den Düsseldorfern nie in den Griff zu bekommen und erzielte auch die 1:0 Führung der noch fohligeren Fohlen.

Einzelkritik:

Patrick Deuß - Note 3
Musste selten eingreifen, diesmal besser beim Spiel mit dem Fuß. Ohne Chance beim abgefälschten Freistoß.

David Krecidlo - Note 3,5
Bemüht, aber häufig glücklos bei seinen Vorstößen, baute zum Ende hin kräftemäßig deutlich ab.

Jens Langeneke - Note 4
Mit einigen Unsicherheten dieses Mal, vor allem in der zweiten Hälfte gegen den eingewechselten Lamidi.

Robert Palikuca - Note 3
Bis auf eine Szene souverän hinten, mit zwei guten Kopfbällen nach Ecken, eroberte den praktisch aussichtslosen Ball und schob locker zum 1:1 ein. Bester Fortune!

Henri Heeren - Note 4
Zwei ungefährliche Direktabnahmen waren seine einzigen Szenen in der Offensive, ansonsten kam auch dank Canale nichts über links, ließ aber hinten wenig anbrennen.

Tim Kruse - Note 4,5
Zwar zweikampfstark auf seiner besten Position, aber mit ebenso vielen Ballverlusten und sehr hektisch.

Ahmet Cebe - Note 4,5
Ein Bemühen war ihm anzumerken, aber viel wollte ihm nicht gelingen. Einen sehr starken abgefälschten Schuss, den Richter per Glanzparade aber klären konnte.

Giuseppe Canale - Note 5
War 90 Minuten nicht zu sehen, außer als ihm der Ball bei einer Großchance nach Podszus-Flanke versprang.

Markus Anfang - Note 4
Sichtlich um Struktur im Spiel bemüht, verlor aber zu häufig den Ball, auch ungewohnt schlechte Abstimmung mit den Kollegen.

Marcel Podszus - Note 5
Gegen seinen Ex-Verein ohne jede Torgefahr, nie im Spiel. Auch wesentlich weniger lauffreudig als sonst. Braucht dringend die Winterpause.

Ivan Pusic - Note 4
Zwei schöne Soli, ansonsten aber ebenfalls kaum zu sehen, geschweige denn torgefährlich.

Yusuf-Muri Adewunmi - Note 5
Kam in der 68. Minute für Canale. Hatte keine einzige gelungene Aktion.

Denis Wolf - Note 5
Kam in der 68. Minute für Pusic. Wäre ebenfalls am besten auf der Bank geblieben, leitete durch einige Fehlpässe Gladbacher Konter ein.

Oliver Barth - Note -
Kam in der 78. Minute für Kruse. Kaufte den Gladbacher Bubis durch seine Robustheit und Zweikampfstärke im Mittelfeld gleich den Schneid ab, hätte eigentlich viel früher kommen müssen. Dazu bereitete er das 1:1 mit einem langen Pass vor.

Personal:
Nach dem 0:1 in Irgendwo rückte bei Gladbachs U23 Sahan für Hammes in die erste Elf. Düsseldorfs Trainer Weidemann musste mit Albertz, Lambertz, Feinbier und Cakir vier Stammspieler ersetzen, dazu fehlten Costa und Eraslan. Im Vergleich zum Pokalspiel spielten Canale und Palikuca für Wolf und Adewunmi.

System und Taktik:
Im Gladbacher 4-4-2 übernahm Fleßers die Rolle vor der Abwehr, der Rest des Mittelfelds agierte größtenteils auf einer Linie. Die Fortuna setzte auf ein 4-4-2 mit Raute. Kruse spielte den Part vor der Abwehr, Anfang hinter den Spitzen.

Spielverlauf:
Die Gladbacher Nachwuchself kam besser ins Spiel als die sichtlich schlappen Düsseldorfern, denen die 120 Minuten im Pokal in Wuppertal am Dienstag noch in den Knochen zu stecken schienen. So erspielten sie sich einige gute Möglichkeiten, welche aber alle mehr oder weniger kläglich vergeben wurden. Die Fortuna kam eigentlich nur nach Standards zu Chancen, insbesondere durch den sehr kopfballstarken Palikuca. Mitte der ersten Hälfte verflachte die Partie dann zusehend, einzig der junge Marin wusste mit gelegentlichen Dribblings zu gefallen. Im zweiten Durchgang dann ein ähnliches Bild. Beiden Teams gelang wenig, die wenigen Chancen auf beiden Seiten wurden vergeben. Als Düsseldorf durch die Hereinnahme von Adewunmi und Wolf den Druck erhöhen wollte, war das Gegenteil der Fall. Die Gladbacher wurden durch mehrere Fehlpässe zu Kontern eingeladen, erst Barths Hereinnahme schaffte wieder etwas mehr Ordnung. Als sich beide Seiten auf eine torloses Remis eingestellt hatten, landete in der 90. Minute ein abgefälschter Freistoß des besten Akteurs auf dem Platz Marko Marin unhaltbar für Deuß im Netz. Doch der eigentlich sichere Sieg wurde den Gladbachern noch genommen. Nur eine Minute später stand Palikuca nach einem langen Ball und einem fatalen Missverständnis von Puhl, Stang und Torwart Richter frei vorm leeren Tor und verwandelte locker zum 1:1 Endstand.

Fazit:
Vom Spielverlauf her leicht glückliches Unentschieden für die Düsseldorfer. EIgentlich hatte dieses Spiel aber auch keinen Sieger verdient. Gladbach scheiterte an der Chancenverwertung und mangelnden Cleverness. Düsseldorf war das Fehlen wichtiger Spieler und die fehlende Kraft deutlich anzumerken.



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Auswärtsspiele bei zweiten Mannschaften sind als Verein wie Düsseldorf wie Heimspiele. Wer geht schon zu seiner eigenen zweiten Mannschaft? Lustigerweise darf die Fortuna sowohl in Gladbach, Dortmund oder Leverkusen immer im Stadion der Ersten antreten, was immer ein skurilles Geisterspiel-Szenario erstellt. Vor allem im 80.000 ann fassenden Signal-Iduna-Park wird das in der Rückrunde wieder ein Spaß werden (wobei Andy, Müller und ich auch schon auf "Rote Erde" angetreten sind irgendwann nach dem Krieg). 4.500 Zuschauer sind in diesem Zusammenhang dann doch recht beachtlich, ca. 1000-1500 würde ich dabei auch der Heimseite zusprechen. Allerdings vielleicht mal schön der Reihe nach. Kein Spielbericht fängt doch mit dem eigentlichen Spiel an.

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"Fussballfans sind keine Verbrecher!"

Mein heutiger GUEST STAR ist natürlich auch mindestend eine Erwähnung wert. Hatte ich dieses Wochenende doch Besuch von der lieben Steffi aus Arnsberg, welche sich ohne weitere Konsequenzen zu bedenken, bereitwillig verpflichtete, das wochenendliche Fortunaspiel (meine Gewohnheiten sind auch im Sauerland bekannt) zu besuchen. Egal, wo, so war die Abmachung in der Tat! Gladbach war da aber sicher doch ganz günstig. Hätte der Spielplan auswärts in Magdeburg gesagt, wären wohl doch noch etwas größere Überredungskünste vonnöten gewesen. So brachen wir nach ausgiebigem Frühstück auf gen Ostholland. Um hier auch gleich Tobis Image als Fortuna-Fan zu retten, er war natürlich auch vor Ort, könnte aber eigentlich seinen eigenen Spielbericht schreiben. Zu wegen (sprich: "wecken" wie in "apper Arm") Handys, fehlenden Nummern, SMS-Umwegen, Hockeyspielen, Fanausschreitungen und Proletensitznachbarn. Jeder hat ja so sein eigenes Geschichtchen. Auf jeden Fall hatte das mit dem Treffen nicht so gut hingehauen, weshalb ich das Spiel nur mit Steffi schaute.

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Die Blockverteilung war ein wenig eigenwillig.

Schlau wie ich bin, hatte ich mich auf der Homepage der B'russia informiert, dass zum Spiel nur die üblichen VIP-Parkplätze statt des kompletten Areals geöffnet sind. Das hat zur Folge, dass man am besten eine Ausfahrt weiter fährt, als der Sportpark Nord ausgeschildert ist. Dies führte zu einer Situation, die dem ein oder anderem gelgentlichen Fußball-Auswärtsfahrer auch bekannt sein dürfte. Man hat sich vorab informiert, sich Weg und Ausfahrt zurecht gelegt. Auf der Autobahn sieht man dann eine Schar Gleichgesinnter, man reiht sich ein. Nun kommt der Glaubenkonflikt, denn die Gleichgesinnten verlassen die Autobahn an einer anderen Ausfahrt, als man es selbst vorhat. Was tun, also? Wie ein Lemming den anderen folgen oder Vertrauen auf seine eigenen informationstechnischen Fähigkeiten? In solchen Momenten muss man stark sein, selbst absolute Auswärtsprofis brechen in solchen Momenten ein. Aber gut, ich war stark, ich fuhr weiter unter größeren Zweifeln meiner Beifahrerin. Doch ich konnte mein Image retten, in Nullkommanix war ich am Stadion. Vielleicht wäre das aber auch über die andere Ausfahrt gegangen, wer weiß. Wir parkten jedenfalls direkt hinter unserem Block. Komfortabel! Ach ja, und teuer! 5€, wohl Fieber, Ihr Gladbacher?

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Das Konzept der Anzeige in der Ecke hat sich ja eher nicht durchgesetzt.

Leider sind Kassen am Borussia-Park etwas weitläufig verteilt, so dass wir für unsere Billets erst einmal um's halbe Stadion latschen mussten, um sie zu kaufen. Das ging ja immerhin, es soll ja Stadien oder viel mehr Arenen geben, bei denen das nicht möglich ist, ähem... Dafür gab es aber eine Premiere. Da Steffi und ich uns finanziell verkalkuliert hatten und unser Geld zwar für Eintrittskarten reichte, nicht aber für die eine Bratwurst zum Wursttest (Genau 20 Cent zu wenig, wie sich später herausstellte), machte ich von der Möglichkeit Gerbauch, die Tickets mit EC-Karte zu bezahlen. Habe ich noch nie am Stadion gemacht bzw. überhaupt erlebt, dass das funktioniert. Großes Lob an die B'russia hierfür. Nicht aber für das Stadion. Ich muss gestehen, von allen neu gebauten Arenen, in denen ich schon war, gefällt mir der Borussia-Park am wenigsten. Total 08/15 langweilig irgendwie. Sorry, Guys! Ich weiß, das wird jetzt ein paar bitterböse Gästebuch-Einträge beim einen oder anderen Gladbach-Fan innerhalb meiner Leserschaft geben, aber ist mir egal. Gebt's mir ruhig von wegen bunte Sitze, Hallenfußball, Villa Kunterbunt, Dach zu etc. Habe ich doch eh schon alles gehört...
Mit Schrecken musste ich auf den Cappies der Würstchenverkäufer im Stadion dann den Namen des Caterers lesen: Aramark. Die gleichen Jungs wie in der LTU arena, na da wusste ich eigentlich was sie können und vor allem, was sie nicht können. Dank nun aber ausreichend vorhandener Barschaft testete ich natürlich trotzdem, nur für Euch sozusagen, also spannt mal die Zauberäugchen auf:


Der offizielle Stadionwurst-Test
Heute:
Borussia-Park, Mönchengladbach
Preis: 2,20€
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Für die Überdosis Senf möchte ich mich vorab entschuldigen, ich musste es hinterher aber auch ausbaden. Sämtliche anzüglichen Witze bezüglich des Haltens meiner Wurst wurden mir im übrigen untersagt. Was aber neben der zauberhaften Steffi vorab ins Auge fällt, ist die doch recht dunkle Farbe der Bratwurst. Die war etwas dunkel geraten und die Haut deshalb entsprechend fest im Vergleich zum Inneren. Dafür war sie weitaus weniger fettig als das Modell in meinen heimischen Gefilden, man hat wohl seine Wurstsorte schon gefunden. Wie ne Erstligawurst schmeckte sie aber eigentlich nicht - geht wohl einher mit der ersten Mannschaft.   Ansonsten aber alles ok, Brötchen gut und Wurst definitiv genießbar. Seltsam nur der ungewöhnliche Preis von 2,20€. Wiso kostet eine Wurst in der ersten Liga in Gladbach mehr als eine in der dritten Liga in Düsseldorf, wo sie doch vom gleichen Caterer kommt. Wir Schickymickies in Düsseldorf sollen wohl ruhig selber bezahlen, was? Leider ist sie von einer Ausnahme in der LTU arena vom Spiel gegen Union Berlin abgesehen aber sogar besser. Das ist alles mysteriös...
Fazit: Solide Wurst, nicht mehr, nicht weniger. Aber kein Highlight.

ein Bildein Bildein Bildein Bildein Bild
3 von 5 Kartoffeln



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Dumm, wenn man das Foto vom Endstand schon in der 89. Minute
schießt und dann vergisst ein Aktuelles zu knipsen!

 Das Spiel an und für sich bedarf nicht vieler Worte. Die Jungens sind platt. Umso erfreulicher, dass wir mit der schlechten Leistung die so sympathischen Wuppertalern von der Aufstiegsplätzen verdrängt haben. Und da die Hinrunde just beendet ist, sind wir Vize-Herbstmeister und auf einem Aufstiegsplatz. Fühlt sich gut an, sehr sogar. Die Rückrunde beginnt allerdings bereits schon nächste Woche mit der Partie bei Rot-Weiss Ahlen. Mit dem kickenden Rechtschreibfehler haben wir ja noch eine Rechnung offen. Daher hoffe ich, vielleicht ja mal den Einen oder Anderen für die letzte Auswärtsfahrt mobilisieren zu können. Also, Kerls, lasst Euch nicht hängen, die Fortuna wird's Euch danken! So long!

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05.12.2006
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