Die kleine Welt des Herrn Mitkartoffel - 26.04.08 Rot-Weiss Ahlen (A)
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26.04.08, 32. Spieltag: Rot-Weiss Ahlen - Fortuna Düsseldorf 5:1 (3:0)

Wersestadion, Ahlen, 5.818 Zuschauer

STARRING: Andy, Martin, Stephan & Tobi

SITZFARBE: Weiß

CHEF DES LENKRADES: Andy

Hinspiel-Bericht: 13. Spieltag: Fortuna Düsseldorf - Rot-Weiss Ahlen 1:1
Spielbericht: 32. Spieltag: Rot-Weiss Ahlen - Fortuna Düsseldorf 5:1
Erlebnisbericht: "Der, bei dem ich schon wieder was auf der Stirn geschrieben hatte."
Der offizielle Stadionwurst-Test - Folge 54
Das Wort der Woche - Folge 10
Mett Mitkartoffels Useless Knowledge - Folge 7
Kommentar Box
Wie steige ich denn jetzt in die ganze Geschichte ein? Das fällt mir jetzt wirklich etwas schwer. So Tage wie gestern lassen sich nicht so einfach zusammen mit einer Wurst vom Grill einfach verdauen und am nächsten Tag gibt es dann keine Nachwirkungen.
Willkommen am Tiefpunkt der Saison! Nicht nur tabellarisch sondern auch in allen anderen Bereichen gab es gestern einen Offenbarungseid und einen der größten Nackenschläge, die mir der Verein Fortuna Düsseldorf in den letzten 10 Jahren versetzt hat. Nach der hochgradig peinlichen Niederlage in Lübeck (Ohne mich - Ihr seht hier ja auch keinen Spielbericht!) erwarteten (besser: erhofften) sich alle Anhänger Wiedergutmachung, was folgte war ein Schlag mitten ins Gesicht für jeden, dem Fortuna am Herzen liegt. Innerhalb einer Woche hat die Mannschaft praktisch alles zerstört, was in den letzten 9 Monaten aufgebaut wurde. Die höchste Niederlage seit es diese Website gibt und insgesamt die höchste seit knapp 2½ Jahren (zuletzt am 3. Dezember 2005 gab es ein 0:5 beim VfL Osnabrück mit mir vor Ort - alleine!) mitten in der wichtigsten Phase der Saison entfernt uns bei einem heutigen Sieg RWOs nicht nur von den Aufstiegsplätzen (in diesem Fall 4 Punkte), sondern sie bringt uns auch den Abstiegplätzen (ebenfalls 4 Punkte) empfindlich nahe - zumal wir noch beim stärksten Konkurrenten Eintracht Braunschweig antreten müssen. Die Lage ist sehr ernst. (Oberhausen hat 0:0 gespielt, der Rückstand auf die Aufstiegsränge beträgt also 2 Punkte - Anm. der Redaktion)
Die Mannschaft ist vollkommen von der Rolle, ist nur noch ein wackliges Gebilde. Dies mit dem Fehlen einiger Spieler zu begründen wäre nicht nur zu einfach, sondern es wird der Sache nicht gerecht. Dass nun im medialen Umfeld Stimmen laut werden, die von Grüppchenbildung und Undiszipliniertheiten berichten, beschreibt den typischen Ablauf in Krisensituationen. Und man muss es ganz deutlich formulieren: Ich habe das Vertrauen in diese Mannschaft verloren! Zu viele schwache Leistungen und Ausrutscher habe ich in dieser Saison gesehen.
Und auch der Trainer hat spätestens gestern entgültig bewiesen, dass er die Mannschaft nicht mehr erreicht. Dazu kam die vollmundige Ankündigung, dass es einige Überraschungen in der Startelf geben würde. De facto gab es keine Einzige, erwartungsgemäß spielte Erwig für den gesperrten Sahin, erwartungsgemaß spielte Palikuca für den verletzten Cakir, erwartungsgemäß spielte der zuletzt starke Christ für den im Jahr 2008 komplett außer Formen kickenden Anfang. Der Trainer wirkt hilflos. Meine Befürchtungen bei der Verpflichtung haben sich bewahrheitet. Norbert Meier kann uns nicht helfen! Anfangs noch erfolgreich habe ich damals geschrieben, dass ich momentan keine gegen ihn Argumente hätte, inzwischen sieht das anders aus. Trotz teilweise indiskutabler Leistungen spielen seit Wochen noch immer die gleichen Spieler. Beim Anschlusstreffer von Lambertz zum 3:1 wechselt er mit Costa einen Defensivmann ein - das vollkommen falsche Zeichen an die Mannschaft, schön dass Costa auch prompt beim Eckball zum 4:1 patzt. Dazu erweist sich Meier mehr und mehr als Phrasendrescher erster Sahne. Diesmal wollte er die Spieler in Ochsenblut gebadet wissen - die daraus entstehenden ganzen Kerlen haben wir gestern sehen dürfen. Vor 20 Jahren hat man so sicherlich noch erfolgreich eine Mannschaft geführt. Heutzutage wäre eine klare Linie (Und damit meine ich nicht: Es spielen immer die Gleichen) und ein erkennbares Gesamtkonzept wünschenswerter. Wenn man liest, er habe vorm Unterschätzen von Lübeck gewarnt, dort Sahin in der Halbzeit hingewiesen, sich nicht provozieren zu lassen und in Ahlen ein ganz anderes Gesicht der Mannschaft sehen wollen, dann muss man fragen, ob die Mannschaft noch irgendwie auf ihn hört. Lübeck wurde trotzdem offenkundig unterschätzt, Sahin holte sich rot für eine Tätlichkeit ab und das Gesicht der Mannschaft in Ahlen war zwar ein Anderes - jedoch unfassbarer Weise noch übler als das in Lübeck. Wie war das überhaupt möglich? Sicher, der Druck war groß - und wenn dass einer der wenigen einigermaßen konstanten Spieler wie Langeneke die Niederlage mit einem indiskutablen Fehler einleitet ist das nicht leicht auf dem Platz, kann ich nachvollziehen. Nur das ist keine Ausrede dafür, sich so dermaßen abschlachten zu lassen und in sein Schicksal zu ergeben, wie es gestern der Fall war. Und auch für den mentalen Zustand des Teams ist der Trainer zuständig.
Natürlich kann man nicht alles am Trainer festmachen, doch ich teile die Meinung Wolf Werners, die er gestern nochmals artikulierte, dass wir über einen der besten Kader der Regionalliga verfügen. Diese vorhandene Qualität wird nicht in dem Maße abgerufen, in dem das geschehen sollte, und dass ist eindeutig Aufgabe des Trainers. Ja, ich plädiere für die sofortige Entlassung. Leider ist dies finanziell nicht möglich, schließlich zahlen wir ja auch noch Uwe Weidemann zu Zeit. Dass auch der nur über einen kurzen Zeitraum das Potenzial des Teams abrufen konnte, spricht eher dafür, dass die Qualität der Mannschaft nicht ausreichend sei, doch meine Ansicht ist eine andere. Die Mentalität ist das Problem. So gesehen ist der Kader natürlich nicht perfekt zusammen gestellt, weil eben Akteure fehlen, die auf dem Platz die Führung übernahmen. Andererseits halte ich die in Deutschland so beliebten Führungsspielerdiskussionen auh für viel zu hoch bewertet. Die Forderung Meiers nach mehr rustikaleren Spielern und nicht nur lauter Technikern (sprich weg mit Lambertz, Christ und Co., rein mit mehr Palikucas) ist eine fadenscheinige Ausrede und großer Quatsch. Denn auch ein technisch starker Spieler kann kämperisch überzeugende Leistungen bringen, ein Kämpfertyp à la Pali oder Costa wird uns dagegen aber niemals spielerisch weiterhelfen können. Die Spieler müssen sich fragen lassen, weshalb sie in den letzten beiden wichtigen Spielen kämpferische Eigenschaften und Einsatzwillen (also das Minimum, das jeder Hobbykicker abrufen kann) haben vermissen lassen. Doch dies ist kein Qualitäts- sondern eben ein Mentalitätsproblem. Letztendlich haben daher beide Trainer einfach nicht die Qualität, die wir in Düsseldorf bräuchten, denn die Mentalität der Qualität einer Mannschaft anzugleichen oder sogar darüber hinaus zu erheben (siehe z.B. Cottbus), dies ist ein Indiz für Qualität eines Trainers.
Durch einen Wechsel im Trainerbereich (wie immer es vielleicht möglich ist), könnten wir vielleicht noch einige Energien für die restlichen Saisonspiele freisetzen. Bei Weidemanns Entlassung standen wir auf Platz 3 mit zwei Punkten Rückstand auf einen Austiegsplatz und 8 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Heute stehen wir unter Meier auf Platz 10 mit 2 Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz, aber nur noch 4 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Wie ich schrieb, die Lage ist ernst. Es muss JETZT etwas passieren. Danach - am Saisonende - müssten wir die Situation analysieren und weitere Konsequenzen ziehen. Doch eigentlich kann es nicht sein, dass diesen Sommer schon wieder ein Schnitt gemacht wird, der Trainer aber bleibt und dann während der nächsten Saison entlassen wird.
Der Kreis dreht sich weiter und weiter. Man hat den Eindruck, dass es sich in Düsseldorf nie ändern wird. Ich fühle mich wie Don Quichote im Kampf gegen die Windmühlen. Jede Saison die gleichen Hoffnungen und Erwartungen, jede Saison die gleiche Ernüchterung und Enttäuschung. Ehrlich, das fällt einem sicherlich nicht leichter von Jahr zu Jahr. Ganz im Gegenteil. Ich habe doch sehr resigniert inzwischen. Sollte wohl doch in Zukunft zum Volleyball gehen.






Eingewechselt: 61. Schaffrath (4) für Maul, 69. Stahlberg (4) für Großkreutz, 73. Kittner (-) für Palikuca - 46. Heidinger (5,5) für Caillas, 53. Costa (5) für Cebe, 59. Kastrati (5) für Erwig - Reservebank: Langerbein (TW), Beckmann, Wiemann, Reus - Ratajczak (TW), Anfang, Krecidlo, Klimczok.
Tore: 1:0 Großkreutz (23., Rechtsschuss, Vorarbeit Toborg), 2:0 Toborg (31., Kopfball, Miletic), 3:0 Großkreutz (34., Rechtsschuss, Toborg), 3:1 Lambertz (51., Rechtsschuss, - ), 4:1 Thioune (56., Handspiel, Großkreutz), 5:1 Chitsulo (62., Rechtsschuss, Großkreutz)
Chancen: 9:3 - Ecken: 6:9 - SR: Drees, Dr. (Mainz), Note 5, Thioune beförderte den Ball zum 4:1 mit der Hand ins Tor, der Treffer hätte nicht gegeben werden dürfen. Da es sonst keine heiklen Szenen gab (der Ball beim 2:0 war klar hinter der Linie) fällt dieser Fehler entsprechend schwer ins Gewicht. - Zuschauer: 5818 - Gelbe Karten: Palikuca, Lawarée, Christ, Heidnger.
Spielnote: 2,5, aufgrund der frühen Entscheidung regierte vor allem in der zweiten Hälfte große Langeweile. Die zahlreichen Tore rechtfertigen dann aber doch eine gute Note.

Spieler des Spiels:
Kevin Großkreutz



Zwei Tore erzielt, zwei vorbereitet. Kurz: überragend! Leider! (Dafür dumm wie ein Stück Toast im Interview nach dem Spiel).


Einzelkritik:


Michael Melka - Note 5:
Rettete gegen Chitsulo (12.) und gegen Toborg (50.). Chancenlos beim 1:0 und 5:1, passiv beim 2:0 und 4:1, mit sehr schlechtem Timing beim 3:0, wo er das Tor unnötig verließ und so leicht überlupft werden konnte.

Oliver Hampel - Note 6:
Erbärmlich. Ließ sich in jedem Zweikampf von Chitsulo vorführen, verschuldete zahlreiche Chancen und Tore. Eine einzige Katastrophe!

Robert Palikuca - Note 5,5:
Verlor beim 2:0 das Kopfball-Duell gegen Miletic, der auf Toborg verlängerte. Ebenfalls nicht im Bilde beim 4:1 und 5:1. Unischerheitsfaktor, langsam, unfähig.

Jens Langeneke - Note 5:
Schwerer Patzer zum 1:0, ansonsten einigermaßen stabil, ging aber auch mit dem Rest unter.

Fabian Hergesell - Note 6:
Das Pendant zu Hampel auf links, nur in noch langsamer. Keine Dynamik, nervös, untauglich.

Marco Christ - Note 4,5:
Bemüht. Ein guter Freistoß, der knapp vorbeiging (15.). Versteckte sich zwar nicht, aber ohne irgendwelche Impulse.

Andreas Lambertz - Note 4:
Lange untergetaucht, in Hälfte Zwei der einzige wirklich auffällige Fortune, folgerichtig Schütze des 3:1 mit einem schönen Lupfer. Hätte aber noch ein zweites Tor erzielen müssen, als ein Verteidiger seinen Schuss auf das leere Tor klären konnte (86.).

Ahmet Cebe - Note 4,5:
Ging geschwächt mit einer Magen-Darm-Grippe in die Partie. Bemüht, versteckte sich nicht, aber mit nur wenigen gelungenen Aktionen.

Olivier Caillas - Note 5,5:
Vollkommen untergetaucht, ließ sich den Schneid vollständig abkaufen, konnte sich praktisch kein einziges Mal auf seiner Seite durchsetzten. Versteckte sich.

Christian Erwig - Note 6:
Praktisch immer zweiter Sieger gegen den Gegenspieler, konnte keinen Ball halten, nur Fehlpässe, kein Torschuss, keine Torgefahr.

Axel Lawarée - Note 6:
Keine Chance gegen Ahlens Defensive. Im versprang jeder Ball, traf immer die falsche Entscheidung. Kein Torschuss. Nur traurig.

Sebastian Heidinger - Note 5,5:
Kam in der 46. Minute für Caillas. Hatte in 45 Minuten keine einzige gelungene Aktion. Zwar nicht so ängstlich wie Caillas, dafür aber nur mit Fehlpässen.

Claus Costa - Note 5:
Kam in der 53. Minute für Cebe. Patzte prompt beim 4:1, als er den Eckball untersprang. Eroberte einige Bälle, spielte sie aber brav direkt zum Gegner zurück.

Bekim Kastrati - Note 5:
Bemühter als seine Stürmerkollegen. Ein gutes Dribbling mit schlechtem Abschluss. Das reichte schon, um sich vom Rest leicht abzusetzen.


Personal:
Nach dem 0:0 in Oberhausen setzte Ahlens Trainer Christian Wück nahezu auf die gleiche Elf. Lediglich Heithölter spielte für den verletzten Bäumer und Chitsulo kam für Stahlberg. Düsseldorfs Trainer Norbert Meier musste den rotgesperrten Sahin und den verletzten Cakir nach dem 1:3 in Lübeck ersetzen. Für sie spielten Erwig und Palikuca, außerdem kehrte Christ für Anfang in die Startelf zurück.

System und Taktik:
Ahlen im 4-3-3 mit den Außenstürmern Großkreutz und Chitsulo. Im Mittelfeld übernahm vor allem Gibson die Defensivaufgaben. Düsseldorf im gewohnten 4-4-2 mit offensiven Außen und zumindest theoretisch defensiven, zentralen Mittelfeldspielern.

Spielverlauf:
Die Partie begann zunächst ruhig. Ahlen wirkte zwar um offensive bemüht produzierte aber wenig Torgefahr. Nur nach einer von vielen Schläfrigkeiten von Hampel kam Chitsulo frei vor Melka zum Schuss, der aber per Fußabwehr klären konnte (12.). Im Gegenzug verfehlte Christs Freistoß das Ahlener Gehäuse nur knapp (15.). Nur zwei Minuten Später scheiterte Cebe, als er sich einmal gegen Maul durchsetzen konnte am gut reagierenden aber ansonsten etwas unsicheren Lenz. Ahlen meist mit langen Bällen über die offensive Fortuna-Abwehr hinweg, als Langeneke sich bei einem Ball von Toborg katastrophal verschätzte, konnte Großkreutz Melka aussteigen lassen und in das leere Tor zum 1:0 einschieben (23.). Damit endete Düsseldorfs Teilnahme an der Partie, die Defensive präsentierte sich nun vollkommen von der Rolle. Jeder Pass der Ahlener wurde gefährlich. Das 2:0 fiel folgerichtig nach einer Ecke von Großkreutz, die Miletic per Kopf auf Tobotg verlängerte. Dessen Kopfball bekam Melka erst hinter der Linie zu fassen (31.). Der nächste Ahlener Angriff führte dann zum 3:0. Bei einem erneuten Pass Toborgs über die viel zu langsame Abwehr hinweg kam Melka vollkommen falsch aus seinem Tor, Großkreutz überlupfte ihn problemlos (34.).
In der zweiten Hälfte dann immer noch die gleichen Defensivprobleme bei Düsseldorf. Lambertz konnte zwar nach Maul-Fehler, den ebenfalls leicht unmotiviert aus dem Tor kommenden Lenz zum 3:1 überlupfen (51.). Doch nur wenige Minuten später boxte Thioune eine Ecke von Großkreutz mit seiner Hand ins Düsseldorfer Netz. Schiedsrichter Dr. Drees hatte dies jedoch nicht gesehen und erkannte den Treffer zum 4:1 an (56.). Und wieder kurz darauf wurde einer der unzählbaren Fehler Hampels erneut genutzt. Chitsulo konnte frei vor Melka ins lange Eck zum 5:1 schlenzen (62.).

Fazit:
Hochverdienter Erfolg der Ahlener auch in dieser Höhe gegen in allen Belangen desaströs auftretende Düsseldorfer, die die Bezeichnung Fußballmannschaft nicht verdient hatten.

So, und nun schreibe ich Euch hier mal schnell nen launigen Bericht über gestern. Hmm, oder vielleicht auch nicht. Was für ein verdammter Scheiß-Tag! Eine 5:1 Niederlage in der wichtigen Saisonphase ist so ziemlich das mieseste, was einem passieren kann. Ich hatte es morgens schon geahnt und berichtete, dass mein Tipp auf einen Fortuna-Auswärtssieg eine glatte Lüge sei. Diesen Samstag war das Mitkartoffel-Team sogar erstmals vollständig und geschlossen zu einem Auswärtsspiel angetreten. Das hatte es noch nicht gegeben.


Der Hamsi-Kiosk. Ich wette, kleine Schulkinder (Gibt es "Schulen" in Ahlen?) machen sich ständig einen Spaß mit dem Besitzer:

"Hamsi noch Schlümpfe, Esspapier und Ufos da?"
"Hamsi schon EM-Bildchen von Panini bekommen?"
"Hamsi noch alte Yps-Hefte übrig?"

Andy und Tobi waren zuvor auf Jück gewesen, Andy präsentierte sich als Fahrer allerdings sehr fit. Lediglich Tobi, der aber wohl auch erst gegen 7h ins Bett gekommen war, verkörperte dann doch eher das Gegenteil. Beide hatte interessanterweise am Abend zuvor Erfahrungen mit eindeutig zu jungen Damen gemacht, die durchaus Parallelen aufwiesen. Sei es die Schülerin der Mutter oder die Freundin der kleinen Schwester. Wir werden alt. Nach kurzem Stopp beim Auswärtsspiel-Kamps in Wersten ließ sich aber auch Tobi auf mein kleines Astra-Urtyp-Frühstück ein. Obgleich wir alle nicht hocheuphorisiert gen Westfalen aufbrachen, so herrschte doch gute Stimmung, noch...



Deutschland jubiliert, die 2. Liga wird auch nächstes Jahr wieder attraktiver werden dank Traditionsvereinen wie Rot-Weiss Ahlen.

Boxenstopp. Andy und Stephan wollten Kippenpause machen. Zu diesem Zwecke hielten wir auf einem Autobahnparkplatz, der bis auf ein belgisches Auto aber vollkommen leer war. Ich monierte noch, dass Andy bis auf die Stoßstange auffuhr, als er und Stephan aber das Auto verließen, stand uns so aber ein Sitzplatz in der ersten Reihe zur Verfügung. Die Beifahrertür öffnete sich und eine Frau deren Stringtanga deutlich hinten aus der Jeans hinaus guckte, brachte mehrere Tücher zum Papierkorb. Auf ihrem Rückweg konnten wir dann auch sehen, dass ihre Hose vollkommen geöffnet war. Was da wohl passiert war?



Überraschend leer. Wie kommt das bloß?

Andy erzählte dann aber, als wir wiederum ihm von den Begebenheiten berichteten, dass sich dort in dem Auto aber ein Kleinkind auf dem Rücksitz befunden hätte. Sollte meine Theorie also doch nur daherrühren, dass ich in letzter Zeit zu viel mit derartig sexuellen Dingen (Charlotte Roches "Feuchtgebiete" und Lady Bitch Ray (alias Dr. Fotze)) konfrontiert worden bin? Nein, denn es waren Belgier. War vermutlich ein entführtes Kind.

Das Wort der Woche - Folge 10


KIRA




"Steht auf, wenn Ihr Ahlener seid!"
Es hat bis zum 5:1 gedauert, bis das auch funktioniert hat. Tolle Fans!

Ich musste lernen, dass für Andy ein iPod eine erste Angelegenheit ist. Sprich bei ihm kommt da nur Musik und kein anderer Quatsch (Heinz Strunk, Arndt Zeigler etc.) drauf. Wir konnten uns damit befassen, da sich überraschend am Kamener Kreuz ein Stau entwickelt hatte, was sonst eigentlich stets ausgeschlossen ist. So machten wir uns einen Spaß daraus, Andys Navi System komplett zu ignorieren und der Homepagebeschreibung der Ahlener zu folgen, die komplett andere Vorschläge offerierte. Wir erreichten Ahlen spät, aber rechtzeitig. Im Nachhinein war es aber wohl ein Fehler, nur eine Straße weiter als beim letzten Spiel in Ahlen (damals immerhin nur 1:4 verloren) zu parken. Tobi wollte erst seine leere Flasche aus dem Auto mit ins Stadion nehmen (Warum auch immer), wir versteckten sie heimlich, konnten sie aber später nicht wiederfinden.



Ehre, wem Ehre gebührt!

Recht unclever stellten wir uns dann an der falschen Schlange für die Leute, die bereits Eintrittskarten besaßen, an. Das dauerte ewig und war unnötig, da die Schlange an der Kasse wesentlich kürzer war. Leider nicht die Leitung der Verkäuferin, welche in unfassbarer Verpeiltheit mit unserer Bestellung (fünf Karten nebeneinander, drei ermäßigte) leider überfordert war. Wir mussten auf den Heimbereich der Tribüne (nicht schön im Nachhinein), leider sogar in zwei Gruppen getrennt, konnten das aber vor Ort breinigen, indem wir einfach die Leute auf den Plätzen zu einem blutigen Brei verprügelten. Nein, kleiner Spaß, wir haben natürlich freundlich gefragt. Vorab gab es noch die Wurst zu testen. Auffie!


Der offizielle Stadionwurst-Test
Folge 54
Heute:
Wersestadion, Ahlen
Preis: 2,00 €

Eine lustige alte Dame mit einem lustigen alten Toupet übernahm die Bedienung der Leute, war aber leider nicht autorisiert oder befähigt, Würste vom Grill zu nehmen. Ja richtig, Holzkohle. Das klngt per se gut. Per se. Der Grillmaster selbst war wohl gerade für kleine Padawane, auf jeden Fall tat sie keine Anstalten, uns die längst fertigen Würste zu servieren. Als Grillboss dann da war, servierte er auch sofort. Sehr flexible Aufgabenteilung! Die Wurst selbst vermutete ich erst zu lange auf dem Grill, weil sie so eine zähe Pelle hatte. Mir fiel aber sehr, sehr weit versteckt in meinem Gehirn ein, dass ich dieses Problem schon einst in Ahlen moniert hatte. Ein Blick heute Morgen in den alten Bericht bestätigte dies dann auch. Ist wohl immer noch der gleiche Bauer, der hier die Würste liefert. Zu zähe Pelle, zu weich innen. Nicht so toll, dazu ein nicht gerade taufrisches Brötchen wohl eher vom Freitag oder Donnerstag.
Fazit: In Ahlen ist allenfalls die Mannschaft zweitligareif. Allenfalls wohlgemerkt!


(2,5 von 5 Kartoffeln)




Das Spiel mitten unter Ahlenern zu verfolgen, war leider alles andere als lustig. Natürlich hatte man uns recht schnell als Fortunen identifiziert und entsprechend schnell kamen die Provokationen auf sprachlich beeindruckenden Niveau: "Datt fällt sofort, datt Mädchen, datt!" Liegt Ahlen vielleicht doch im Ruhrpott? Auf jeden Fall liegt es in der Nähe von Dortmund. Ich muss wirklich auf meiner Stirn geschrieben habe: "Bitte zwingen Sie mir ein Gespräch auf! Ich bin total erpischt darauf, zu erfahren, was jeder andere Vollhonk, den ich nicht kenne, zur Fortuna zu sagen hat." Der nach eigener Aussage BVB-Anhänger (Die armen Ahlener. Jetzt haben sie schon keine Fans und dann sind die paar Leute, die sich erbarmen, auch noch Fans anderer Vereine) glich doch dem letzten Tagebuch des Scheiterns sehr (weshalb es dieses Mal auch kein Tagebuch gibt), quatschte mich voll, wie sympathisch die Ahlener doch sein. Nee toll, genau, is' mir scheißegal, mein Freund, nur sind die mir nicht unbedingt so sympathisch, wenn die meine Mannschaft gerade 5:1 nach Hause fideln.  "Mit Eurem Stadion müsstet Ihr doch eigntlich auch höher spielen!" Toll erkannt, ich kann's nicht mehr hören. Krampfhaft schaute ich möglichst weit weg von ihm. Nach einiger Zeit stellte er das Gespräch ein. Unbemerkt wischte ich die Aufschrift auf meiner Stirn auf die von Tobi.

METT MITKARTOFFELS USELESS KNOWLEDGE

FOLGE 7

Wusstet Ihr schon, dass...

- ...Rot-Weiss Ahlen einer der langweiligsten Vereine in ganz Deutschland ist?

- ...die Stadt Ahlen aus den Bauern(!!)schaften Borbein, Brockhausen, Ester, Halene, Oestrich und Rosendahl besteht?

- ...der spanische Außenverteidiger und Nationalspieler Curro Torres (FC Valencia) in Ahlen geboren wurde?


Und prompt widerfuhr ihm das Gleiche (in Ahlen sind die Leute aber auch besonders redselig - siehe Spielbericht aus der letzten Saison). Vielleicht sind wir alle auch immer zu freundlich, aber manchmal fällt es schwer, auf gewisse Aussagen keine Antwort zu geben. Die Heimfahrt gestaltete sich dann ruhig, zu depemiert waren alle über das Gesehene. Vor allem Tobis Nerven schien sehr gespannt, mein Jubel zu Cottbus' 2:1 ließ ihn dann doch kurzfristig die Contenance verlieren. Lustig. Vor allem wenn man im Nachhinein sieht, dass dieser Treffer fiel weil Rostocks Torwart sich aufgrund eines Bänderrisses einfach nicht mehr bewegen konnte. Ja, ich will nur das Geld und Cottbus und Wolfsburg in der Bundesliga forever! Go Lausitz!


Unter der Woche Grundschule, am Wochenende Geschäftsstelle. Sieht zumindest so aus!
Wäre lustig, wenn es nicht auch so traurig wäre!

Der Tiefpunkt ist also momentan erreicht. Und schon am Freitag gibt sich die zweite Mannschaft der Dortmunder Borussia die Ehre in der LTU arena. Es ist eine absolut wichtige Partie, die aber woh nur vor einer geringen Menge Zuschauer stattfinden wird. Wir stehen direkt über den Abstiegsrängen, so schnell kann es gehen. Schauen wir also, wie und mit wem es am Freitag weitergeht. Euer Martin Semmelrogge




27.04.2008

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You are listening to:

Final Boss
Sonic, the Hedgehog 3 (Mega Drive)
Composed by: Brad Buxer, Bobby Brooks, Darryl Ross, Geoff Grace, Doug Grigsby III, Scirocco
© 1994 SEGA Enterprises Ltd.






Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Tobi, 05.02.2013 um 22:25 (UTC):
Naja, rückwirkend betrachtet ist es doch gar nicht so schlimm, auch das mit Meier. Ob Reus bei Ahlen auch heute noch 90 Minuten auf der Bank sitzen würde?

Kommentar von bsvhabvdivd, 08.04.2009 um 07:23 (UTC):
booooooooooooooaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhh wer schreibt denn schlimme sachen pber hamsi kiosk seid ihr bescheueert meine fresse verpisst euch man

Kommentar von Thorsten, 28.04.2008 um 19:16 (UTC):
Böses Omen, schlechte Vorsehung, etc. Schreibe ich so kryptisch? Ich zitiere aus dem Bericht: "Im Nachhinein war es aber wohl ein Fehler, nur eine Straße weiter als beim letzten Spiel in Ahlen (damals immerhin nur 1:4 verloren) zu parken."

Kommentar von Martin, 28.04.2008 um 16:44 (UTC):
Ich habe noch irgendwo Žne Astra-PET gefunden. Die 25 Cent könnte ich notfalls spenden.

Kommentar von Andy, 28.04.2008 um 15:03 (UTC):
Eine Frage habe ich jedoch - was genau war so falsch daran, in der Straße zu parken, in der wir geparkt haben? Die Tatsache dass Tobis Bierflasche hinterher weg war?! Hätte er sie doch wie ich sicher im Fahrradständer am Zaun beim Stadion deponiert. An mir soll's nicht liegen wenn das Pfand später für die Rente nicht reicht!

Kommentar von Tobi, 27.04.2008 um 23:21 (UTC):
Jaja, da lese ich mir tatsächlich noch Spielberichte von einem durch, der seine Seele an die Teufel aus der Lausitz und der Stadt des KDF-Wagens bei Fallersleben verkauft! Und das auch noch nach diesem Spiel.

Kommentar von Martin, 27.04.2008 um 20:56 (UTC):
Mir fällt einfach nichts dazu ein. Da ist nur Leere. Deprimierte Leere.



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