Die kleine Welt des Herrn Mitkartoffel - 26.08.06 Dynamo Dresden (A)
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26.08.06, 5. Spieltag: 1.FC Dynamo Dresden - Fortuna Düsseldorf 0:0

Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden

Herzlich willkommen! An dieser Stelle möchte ich nicht nur die Fußball-Leser begrüßen, sondern auch die Leute, die sich durch den Leipzig-Bericht auf dieser Seite hierher verirrt haben. Der "Erfahrungsbericht-Dresden", wie ich ihn mal nennen möchte, befindet sich unterhalb des sportlichen Teils. Der darf aber natürlich auch gerne gelesen werden, keine Frage. Ein 0:0 in Dresden, ein zufriedenstellendes Ergebnis. Das aber in Dresden auch um das Spiel herum ein bißchen geschehen würde, war klar. Ne Menge Vorurteile entpuppten sich als Tatsachen, leider! Aber zuvor erst einmal das Sportliche. Danach geht's gewohnt unsachlich zur Sache. In diesem Sinne: "Dresden, halt's Maul, Du Idiot!"
 
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Eingewechselt: 10. Hauser (5) für Csik, 59. Koziak (4) für Lerchl, 85. David (-) für Hauser - 77. Adewumni (-) für Wolf und Costa (-) für Lambertz, 80. Eraslan für Barth - Reservebank: Herber (TW), Scannewin, Beuchel, Heinrich - Kronholm (TW), Canale, Pusic, Czajor.
Tore: Fehlanzeige - Chancenverhältnis: 6:6 - SR: Schempershauwe (Hildesheim), Note 2, bewahrte in ein schwer zu leitenden Partie kühlen Kopf, die Fernsehbilder zeigen, kein Elfmeter bei Barths Handspiel und Langenekes Zweikampf mit Ludwig zu geben, war korrekt - Zuschauer: 14592 - Gelbe Karten: Ernemann - Langeneke, Podszus, Cebe, Costa
Spielnote: 4

Spieler des Spiels:
Hamza Cakir


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Gewann praktisch jeden Zweikampf am Boden und in der Luft, rettete mehrfach in höchster Not.


Einzelkritik:

Patrick Deuß - Note 2,5
Souveräne, sichere Partie. Überragend sein Reflex bei Koziaks Schuss aus vier Metern.

Ahmet Cebe - Note 3
Sorgte auf ungewohnter rechter Verteidiger Position mit seinen zahlreichen offensiv Vorstößen für Entlastung. Mitunter aber mit Schwächen nach hinten, dafür sehr giftig.

Hamza Cakir - Note 1,5
Herausragende Vorstellung in der Innenverteidigung. Eine Bank.

Oliver Barth - Note 2
Ebenfalls sehr starke Partie in der Innenverteidigung bis zu seiner Verletzung. Fällt leider länger aus.

Tim Kruse - Note 3,5
Verbessert gegenüber dem Erfurt-Spiel, aber nach wie vor mit schlechtem Zusammenspiel mit Albertz. Rettete aber einige Male in höchster Not.

Jens Langeneke - Note 2,5
Sehr zweikampfstark auf der Position vor der Abwehr, ebenfalls sehr giftig. Aber mit wenig Akzenten nach vorne.

Denis Wolf - Note 2,5
Erneut einer der stärksten Offensivspieler. Ist aufgrund seiner Schnelligkeit kaum zu stoppen. Prüfte Berbig mit einem strammen Schuss aus 16 Metern.

Jörg Albertz - Note 4
Wenig Akzente nach vorne, aber bemüht um Ordnung und ordentliche Standards.

Andreas Lambertz - Note 4
Gelegentlich gefährliche Dribblings und gute Zweikampfstärke. Zeigte allerdings erneut, dass ihm ein Ballverteiler an seiner Seite gut tun würde.

Marcus Feinbier - Note 3
Inzwischen wieder auf gewohnte Weise präsent, holte mehrere Freistöße heraus, dazu gute Standards, aber ohne eigene Torchance.

Marcel Podszus - Note 4,5
Nach wie vor völlig außer Form. Bemüht, aber glücklos. Vielleicht täte ihm eine Pause mal gut.

Yusuf-Muri Adewumni - Note -
Kam in der 77. Minute für den ausgepowerten Wolf. Trat nicht mehr groß in erscheinung.

Claus Costa - Note -
Kam in der 77. Minute für Lambertz. Fiel außer bei seiner gelben Karte nicht weiter auf.

Erdal Eraslan - Note -
Wurde in der 80. Minute für den verletzten Barth eingewechselt. Die Drangphase der Dresdner war zu diesem Zeitpunkt aber bereits vorbei.

Personal:
Dresden mit mehreren Umstellungen im Vergleich zur Auswärtsniederlage in Osnabrück. Oppitz vertrat den rotgesperrten Votava in der Innenverteidigung, Stocklasa rückte nach rechts und Csik auf die linke Abwehrseite. Außerdem kehrte Ludwig nach überstandenen Rückenproblemen zurück in die Mannschaft und Jan Koch erhielt eine Chance von Anfang an für Beuchel und Hauser. Bei Düsseldorf nahm der letzte Woche suspendierte Albertz wieder die linke Position in der Mittelfeldraute für Canale ein, Cebe verteidigte diesmal hinten rechts für Cakir, der in die Innenverteidigung rückte. Langeneke bekleidete die Position vor der Abwehr, während Lambertz wieder hinter den Spitzen spielte.

System und Taktik:
Beide Mannschaften spielten im 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld. Durch die frühe Verletzung von Csik rückte Koch zurück in die Innenverteidigung, Oppitz und Stocklasa verteidigten wieder außen, Hauser ging ins Mittelfeld. Düsseldorf stand tief, wartete auf Fehler der Dresdner um dann entsprechend zu kontern. Dresden wollte den dritten Heimsieg der Saison einfahren, ließ entsprechende Bemühungen aber erst im Verlauf des Spiels erkennen.

Spielverlauf:
Dresden suchte zwar die Initiative, lief sich aber immer wieder in der umsichtigen Düsseldorfer Deckung fest, was dazu führte, dass sich beide Mannschaften neutralisierten und Chancen meist aus Standardsituationen entstanden. Vor allem in der ersten Hälfte entstanden so kaum nennswerte Möglichkeiten. Zwei kritische Situationen im Düsseldorfer Strafraum wusste Schiedsrichter Schempershauwe richtig einzuschätzen, als jeweils keinen Elfmeter für Dresden gab. In Hälfte Zwei verstärkte Dresden die Offensivbemühungen, Düsseldorf blieb aber immer durch Konter gefährlich, von denen Trainer Weidemann nach dem Spielbemängelte, dass sie meist zu hastig und nicht zuende gespielt wurden. Düsseldorf spielte mannschaftlich geschlossen und gestattete Dresden nur in einer kurzen Phase mehrere gute Möglichkeiten, als Kazior aus wenigen Metern nach Ludwig-Hereingabe am glänzend reagierenden Deuß scheiterte. Vorbeck traf kurz darauf per Kopf nur den Pfosten und Ludwig per Freistoß nur die Latte, aber auch Düsseldorfs Wolf zwang Berbig in der 70. Minute mit einem strammen Schuss aus 16 Metern zu einer Glanzparade. Nach 80 Minuten schien es aber, als hätten die Dresdener ihr Pulver verschossen und die Partie verflachte nach kurzem Zwischenhoch wieder in der Schlussphase.

Fazit:
Düsseldorf verdiente sich den Punkt durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dresden konnte die wenigen guten Chancen nicht nutzen. Ein gerechtes Remis.



Ich hatte das mit dem Zug schon ganz gut geplant und war daher dann doch zeitig in Dresden. Ein Schließfach war auch kein Problem, und so hatte ich rund zwei Stunden Zeit, ins schöne Rudolf-Harbig-Stadion zu gelangen. Leider lässt sich Dresdens Homepage nur knapp aus: "Linie 11 vom Bahnhof". Bis wo, tja, das muss man schon selber wissen. Der Bahnhof hat auch leider nicht einmal halb die Klasse des Leipzigers, nix ist ausgeschildert. Aber irgendwie fand ich dann auch einen Linienplan, auf dem dann ein Fußball hoffentlich als Symbol für meinen Zielort stand. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ein Motto unter dem der ganze Nachmittag stehen sollte. Ich wusste lediglich, es liegt in der Nähe des Stadions. Dünämö-Fans waren auch schon einige zugegen, doch die schienen nicht unbedingt schlau genug ob derartig komplexer Probleme und würden mir als Düsseldorfer vermutlich alles mögliche nur nicht den Weg zum Stadion erklären. Die gingen alle zu Fuß, aber das war für mich keine Option, zumal ich nach dem Spiel rund 80 Minuten Zeit hatte, zurück zu kommen, und deshalb den Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln gerne vorher mal gefahren wäre. Na gut, mal in die 11 rinn und die Umgebung gecheckt. Für Stadionlichtkegel war es zu dieser mittäglichen Stunde ja leider zu früh.


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Man versuchte das bunte Sitzsystem aus Düsseldorf zu übernehmen,
scheiterte aber am Lieferanten, der nur grün und weiß - ein alter
Polizei-Hauptkommissar - führte.

 Aber es klappte. Schon nach zwei Stationen waren Flutlichtmasten zu sehen. Wenn nicht gerade hier eine Flutlichtmastenfabrik wäre, waren die Chancen gut, das Stadion gefunden zu haben. Bingo! Da war es in voller Pra... ähh, da war es. Und weil man in Dresden ja dann auch erstmal nicht noch woanders hin will, also rein. War rund 90 Minuten vor den 90 Minuten doch noch recht leer, Gästeblock war auch gut zu finden, einmal an einer Art Vereinskneipe an, welche mir schon einen kleinen Vorgeschmack auf den hiesigen Musikgeschmack lieferte. Der Andrang im Gästeblock war ebenfalls überschaubar, da noch kein Bus eingetroffen war. Es waren also ca. fünf Personen anwesend. Also erst einmal das Klo nach Immobilien abgesucht, Rahmen für entsprechende Schilder waren auch da, leider ohne Inhalt. Nutzen wir also die Gunst und probieren die Wurst. Hier kommen wir dann übrigens auch zu einer Neuerung: Dem offiziellen Stadionwurst-Test!


Der offizielle Stadionwurst-Test
Heute:
Rudolf-Harbig-Stadion, Dresden

Wurstbruch, das war mein erster Gedanke! Schon, bevor ich einen Bissen getätigt hatte, war die Bestnote von fünf Kartoffeln nicht mehr erreichbar. Dafür wurde die Wurst im Brötchen serviert - Toast ist praktisch Disqualifikation. Sie schmeckte ok, aber nicht herausragend. Lag noch nicht lange, war auch nicht zu fettig. Doch, wie gesagt, das Auge ist mit und der Wurstbruch verhindert eine höhere Note ebenso wie die angeblich nicht funktionierenden Senfspender. Trotzdem draufgedrückt und erst einmal die ganze Hand unter Senf gesetzt! Tolle Wurst!

Fazit:
Anfängerfehler verhindern eine höhere Wertung der an sich gelungenen Wurst.


ein Bildein Bildein Bildein Bildein Bild
3 von 5 Kartoffeln

Nach kurzem Kampf mit einer Wespe (oder es war nur ein sehr, sehr, kleiner, fliegender Dresden-Fan), konnte ich mich dann auch dem Stadion widmen, gähnend leer natürlich zu diesem Zeitpunkt. Alsbald kamen dann auch meine Helden in rot-weiß um "wie die Großen" vorher den Rasen zu inspizieren.


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Diesmal wurde nicht am Rasen (und auch nicht am Ipod) geleckt!

Nachdem man dann alles gesehen hat - und das soll dann recht schnell eintreten - macht sich auch eine gewisse Langeweile breit. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass sich an einer Stelle meiner Uhr, eine erhebliche Menge Uhrenschmand angesetzt hat. So eine Mischung aus Schmutz und Schweiß. Sollte ich mal reinigen. Ansonsten war es bis eine halbe Stunde vor Anpfiff recht ruhig. Keine Musik nix, keine Durchsagen, Stille! Leider wusste ich das nicht zu schätzen, denn als die Musik dann eine halbe Stunde vor Anpfiff losging, musste ich schön schlucken. Derbster Kirmestechno wie in der zweiten holländischen Liga. Scheint sich also sowohl westlich als östlich auszubreiten, der Scheiß. Das war echt harter Stoff, unterbrochen von blöder Werbung für das lokale Hit-Radio. Außerdem forderte ein dummes Kind per Werbespot im schönsten Sächsisch auf: "Schäu in Döne Vörsichörungsunderloogen und Dönen Fährzeugscheun!" Es ging wohl um TÜV-Untersuchungen oder so. Versteh' doch mal ein Mensch diese Sprache, ist ja schlimmer als Schwyzerdütsch!


ein Bildein Bild
Auch heute wieder das beliebte Suchbild. Finde die Fehler!

"Dynaamo! Dynaahaamo! Wir stehen zu uns'rer Mannschaft, is' doch klar!" Ja, das Lied kannte ich schon aus dem DFB-Pokal letztes Jahr. Dämlich! Auch noch ein herausragend lustiger Werbespot: "Bei uns läuft der Rundfunk auch in eckigen Radios!" Volltreffer, Jungs! Aber gut, Zeit für's Spiel. Bis zu diesem Zeitpunkt konnte man nicht unbedingt von einer latenten Antipathie von Dredener Seite sprechen. Doch das sollte sich nun ändern. Eins vorab, der Support von Dresdener Seite war schon sehr beeindruckend für ein Nicht-Überdachtes Stadion. Hexenkessel wie man so schön sagt. Die 300-400 Düsseldorfer Jungs lieferten auch eine recht schwache Vorstellung meiner Meinung nach. Nur als das Spiel nicht so richtig für Dresden lief, ging es dann mahr Richtung Verunglimpfung. Ok, gehört dazu. Nur während es in anderen Stadien klassisch heißt: "Ihr habt bezahlt, Ihr könnt jetzt gehen!" singt man in Dresden: "Ihr habt bezahlt, Ihr kriegt auf's Maul!" Sehr nett! Bei Adewumnis Einwechslung gibt es dann auch die im Rest Deutschlands recht überwundenen "Uh, uh!"-Rufe und Eraslan ist ja "..ist ja nur Döner-Verkäufer!". Ok, nicht schön, aber noch nichts, um sich wirklich zu echauffieren. Wenn dann aber beschissene 13-15 jährige Jugendliche anfangen, unter ständigen Hitler-Grüßen: "Fortuna, Jude, Jude, Jude!" singen, dann ist das bedenklich. Jetzt fühle ich mich nicht gerade beleidigt, wenn mich jemand Jude nennt, ich verstehe aber natürlich, wie das gemeint ist. Der Braune Abschaum da drüben ist kein Klischee, das ist wirklich präsent, präsenter als in anderen Stadion. Zur Gewaltbereitschaft kommen wir später. Noch eine Bemerkung am Rande: der Ruf: "Hoyzer, Hoyzer!" Richtung des Schiris ist nicht nur jetzt schon veraltet, er war auch nie wirklich angesagt. In Dresden kann das aber ein ganzes Stadion bei jeder Entscheidung gegen Dynamo auch nicht stören...


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Schau an! Auch mein Handy hat eine Panoramafunktion!

Halbzeit. Was gibt es da? Natürlich! Das Halbzeit-Lied: "Es ist Halbzeit - danke, Jungs, das war nicht schlecht!" Herzlhaft gelacht! Zur Halbzeit hat Dynamo immer eine E- oder F-Jugend aus der Umgebung zu Gast und stellt diese Jungs ein bißchen vor. "Nü, wö gömmt ihr denn hör?" Dieses "nü" kann man im Osten übrigens auch als Antwort gebrauchen, und es wird von den Leuten verstanden. Auf die Frage, ob er denn glaubt, Dynamo gewänne heute noch, antwortete einer der kleinen Jungs: "Nü!" Antwort des Sprechers: "Nä, däs üss döch wäs!" ?? Geht es nur mir so? Was heißt 'n das? Lustig war auch der Dialog, wo das Dörfchen, wo man herkam läge. Kann mich an die Namen nicht erinnern, aber es war schon ein echtes Insider-Gespräch, also etwa so: "Aus Hosendorf! Liegt das nicht bei Fuchsbauingen!" "Nee, Fuchsbauingen liegt doch südlich von Presswurst. Hosendorf liegt aber nördlich von Bierfassingen!" Ja, nee, is' klar!


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Die Schlange am Wurststand wurde auch während des Spiels nicht kürzer.


Sportlich ist ja praktisch schon alles gesagt. Die Mannschaft wusste kämperisch zu überzeugen. Da die Konkurrenz ein bißchen gepatzt hat, könnte mit einem Sieg gegen Magdeburg schon was gehen. Das erfolgreiche Abschneiden in Dresden hat meines Erachtens aber auch damit zu tun, dass "Uns Uwe" Pino Canale zum ersten Mal nicht eingesetzt hat. Weiter so! Es geht doch!
Von viel größerer Bedeutung ist in Dresden aber ja eh die dritte Halbzeit. Oh ja! Das Spiel war aus und umgehend wurde der Gästebereich - sowohl Sitz- als auch Stehplätze - von der Dredener Polizei geschlossen. Eine durchaus übliche Maßnahme, nur problematisch für Leute, die einen Zug bekommen müssen. Und falls ihr es nicht wisst, die Bahn kennt da keine Gefangenen, wenn man den verpasst, heißt es: "Pech gehabt!" Die Heimfans - heute rund 14.000 an der Zahl sollten also erst komplett das Stadion verlassen haben, bevor man uns gehen ließe. Ich fragte daher mal einen, der bewesteten Jungs, wie lange diese Maßnahme hier in Dresden üblicherweise so dauert. "30-45 Minuten!" Uh-oh! Könnte knapp werden. Im Block regte man sich tierisch auf (alle zum ersten Mal auswärts beim Fußball?" Unterhielt mich dann mit dem Polizisten von wegen alternativer Wege zum Bahnhof oder Taxi etc. Leider nichts. Aber er gab mir die Nummer zweier Dresdener Taxiunternehmen. Wenn ihr da also mal Hilfe braucht, fragt mich! Muss aber schon lustig ausgesehen haben, wie ein Copper in voller Montur sein Handy zückt und mir ebenfalls mit Handy Telefonnummern durchgibt. Leider dauerte es dann auch 45 Minuten, bis der Block frei gegeben würde. Doch die Maßnahme war sinnvoll.

Insgesamt gab es FÜNF verschiedene Polizteisperren. Hab' ich persönlich auch noch nicht erlebt. Eine vorm Block. Am Eingang standen dann auf der Straße die Fanbusse. Links und rechts Polizeisperre - macht drei. Im Park gegenüber des Stadions, Polizei zu Pferd und zu Hund :-) . An den Enden links und rechts der Straße wieder je eine Sperre (ergibt fünf), dahinter: Dredener Pack. Meine Erkenntnis: Ok, du musst durch zwei Polizeisperren + einen kompletten Dresdener Fanpulk durch. Mist! Die Jungs in grün natürlich auch ein bißchen angespannt. Hab' dann doch lieber mal höflich gefragt, ob ich jetzt gen Bahnhof passieren dürfte. Ich durfte. Jetzt waren da nur noch die Dresdener-Jungs am Ende, die ohne Hirn und Motivation da rumstanden, in der Hoffnung vielleicht einen Düsseldorfer noch kloppen zu können oder den Bussen Hitlergrüße zu zeigen. Erklär mir mal einer diese Leute! Wirklich vorgefallen ist im Spiel nix! Aber die warteten inzwischen seit einer Stunde. Worauf? Auch schön ihre Hakenkreuze auf dem Jäckchen, Haare tragen auch einige dann eher nicht in so einer warmen Jahreszeit. Mann, Mann! Man fühlt sich da echt bestätigt. Zum Glück war ich neutral angezogen und konnte die Jungs trotz mulmigen Gefühls dann passieren.

Aber mal ganz im Ernst, so unwohl wie im Dresden habe ich mich noch nirgendwo im Fußball gefühlt. Die Leute gehen einfach gar nicht. Echt nicht. 20 Minuten vor Abfahrt war ich dann am Zug. Die Rückfahrt war ja eine Geschichte für sich. Aber die steht auf einer Anderen Seite, nämlich hier. Gehabt Euch wohl!

P.S. Schaut und vor allem HÖRT Euch die Dresden-Bericht Seite von mir mal im Internet Explorer an (ActiveX Elemente zulassen), wenn ihr einen anderen Browser verwendet. Fand das Lied als BGM ganz passend.


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31.08.2006
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