Die kleine Welt des Herrn Mitkartoffel - 20.10.06 1.FC Union Berlin (H)
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20.10.06, 12. Spieltag: Fortuna Düsseldorf - 1. FC Union Berlin 2:1 (1:0)

LTU arena, Düsseldorf

GUEST STARS: Mama & Rainer

SITZFARBE: Grau

Uns so begub es sich, dass die griechische Göttin des Schicksals mit ihrer Namensschwester Frieden schloss und ihr endlich wieder die Kraft zuteil wurde, die man ihr so lange versagt hatte. Zeus, Poseidon und der ganze Rest des Olymps feierten ausgelassen, Lämmer wurden geschlachtet, Ambrosia in Rauhen Mengen verköstigt. Menschen und Götter hatten Frieden geschlossen. Fortuna entließ ihr Kind aus dem Tartarus, wo Frevler wie Prometheus und Sysiphus für ihre Taten mit ihr zusammen geschmort hatten. Und die Moiren wurden von Fortuna beauftragt, den Faden des Glückes zu knüpfen. Und so wart es geschehen, in der Schlacht besiegten sie - die 11 gegen Berlin - ihren schier übermächtigen Feind. Doch der Kampf gegen Trojas üble Sünder hatte gerade erst begonnen. Feste um Feste sollte nun fallen, bis die, die den Göttern die Ehre verweigerten, in ihrem eigenen Schweiße zu Fortunas Füßen lagen, während sie triumphierend in die neue, zweite Welt hineinzog. Wohlan, ihr tapferen Kämpfer, Theben erwartet Euch! Auf nach Wilhelmshaven!

(War wohl doch gestern etwas mehr als nur Zitronentabak in der Wasserpfeife...)


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Eingewechselt: 66. Wolf (-) für Canale, 79. Costa (-) für Barth, 83. Cebe (-) für Adewunmi - 70. Mattuschka (-) für Zschiesche, 89. Weber (-) für Benyamina - Reservebank: Kronholm (TW), Palikuca, Kruse, Pusic - Hinz (TW), Ruprecht, Kovulmaz, Kaiser, Martins.
Tore: 1:0 Lambertz (29., Rechtsschuss, Vorarbeit Adewunmi), 1:1 Spork (82., Rechtsschuss, Mattuschka), 2:1 Langeneke (90., Rechtsschuss, Foulelfmeter, Stuff an Cebe) - Chancenverhältnis: 13:4 - SR: Fischer (Leer), Note 5, Unfassbar kleinlich, ohne jedes Verhältnis, Elfmeterentscheidung war falsch - Zuschauer: 14537 - Gelbe Karten: Heeren, Lambertz - Zschiesche
Spielnote: 1,5

Spieler des Spiels:
Andreas Lambertz

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Spielte vor allem in der ersten Halbzeit die Berliner schwindelig, dazu Schütze des wichtigen 1:0.

Einzelkritik:

Patrick Deuß - Note 4,5
Das Schwanken zwischen Welt- und Kreisklasse ist inzwischen bedenklich. Heute wieder absolut unsicher mit zwei krassen Fehlern als er auf der Linie bei einer Flanke in den Fünfer auf der Linie blieb und als er einen Eckball einen (!) Meter nach vorne faustete, woraufhin Berlin den Ball an den Pfosten setzte. Keine Schwächen bei Abschlägen heute.

David Krecidlo - Note 1,5
Überragende Partie auf rechts, tolle Offensivdribblings und endlich auch konzentriert in der Rückwärtsbewegung. Toller Schuss aus 20 Metern, der den Winkel nur knapp verfehlte.

Hamza Cakir - Note 3
Beachtliche Erfolge im Kopfball gegen die mindestens einen Kopf größeren Berliner, ansonsten solide ohne groß gefordert zu werden.

Jens Langeneke - Note 2,5
Hatte ähnlich wie Cakir die Berliner "Offensive" gut im Griff, übernahm Verantwortung zu einem undankbaren Zeitpunkt beim Foulelfmeter und verwandelte trotz nachher eingestandenem Bangel diesen sicher.

Henri Heeren - Note 3
Ebenfalls souverän defensiv mit gelgentlichen Ausflügen nach vorne. Absolut routiniert.

Oliver Barth - Note 2,5
Spielt seit letzter Woche vor der Abwehr. Unterband durch seine große Zweikampfstärke immer wieder das Offensivspiel des Gegners, durchaus auch mit guten Dribblings nach vorne. Musste später mit Wadenkrämpfen ausgewechselt werden.

Andreas Lambertz - Note 1,5
Der Mann des Spiels vor allem in Hälfte 1. In Hälfte Zwei zollte er dem riesen Pensum zwar etwas Tribut, wusste aber nach wie vor zu überzeugen.

Giuseppe Canale - Note 3,5
Trennte sich diesmal weitaus schneller vom Ball mit einigen vernünftigen Pässen. Nimmt sich im Gegenzug aber immer noch zu viele Auszeiten und taucht manchmal komplett unter.

Jörg Albertz - Note 2,5
Wirklich gut drauf zur Zeit. In Hälfte 1 lediglich auffällig durch Standards wie seinen 35 Meter Knaller, den Glinker nur mit Mühe zur Ecke klären konnte, und vernünftige (!) Eckbälle, sorgte er vor allem in der zweiten Hälfte mit seiner Routine für Ruhe im Fortunaspiel, als die Kräfte schwanden.

Yusuf-Muri Adewunmi - Note 2,5
Nutzte die Chance von Beginn an. Enormes Laufpensum, dazu extrem gute Absicherung und Weiterverarbeitung des Balles. Kam selbst leider zu keiner guten Chance, konnte aber Lambertz' 1:0 vorbereiten. Musste ebenfalls mit Wadenkrämpfen ausgewechselt werden.

Marcel Podszus - Note 3,5
Sehr bemüht, doch immer noch auf der Suche nach seiner Form. Einige gelungene Aktionen, aber unglücklich im Abschluss. Ist nicht seine Saison bisher.

Denis Wolf - Note -
Kam in der 66. Minute für Canale. Leider fehlte ihm in der massiven Berliner Deckung der Raum für sein Spiel. Etwas überhastet bei Kontern.

Claus Costa - Note -
Kam in der 79. Minute für den ausgepumpten Barth. Verschuldete das 1:1 als er Mattuschkas Flachpass auf Spork nicht klären konnte.

Ahmet Cebe - Note -
Kam in der 83. Minute für den entkräfteten Adewunmi. Fasste sich ein Herz in der 89. Minute als er zwei Berliner im Strafraum ausdribbelte, hob dann aber bei ganz leichter Berührung durch Stuff ab und schindete so den Elfmeter zum Siegtreffer.

Personal:
Fortuna im Vergleich zum 2:1 in Berlin mit zwei Änderungen: Adewunmi und Podszus kamen für Wolf und Cebe in die Startelf. Union Trainer Christian Schreier musste nach dem 2:2 gegen Osnabrück (Überraschung!) auf die gesperrten Patschinski und Bönig verzichten für sie spielten Bergner und Zschiesche, da Torjäger Teixeira sich unter der Woche im Training verletzt hatte.

System und Taktik:
Die Fortuna trat in der Defensive wie bei Hertha II an, das heißt mit Barth vor der Abwehr. Im Mittelfeld spielten Lambertz, Canale und Albertz weitesgehend offensiv hinter diesmal wieder zwei Spitzen. Union Berlin setzte auch gezwungenermaßen auf eine stark defensiv orientierte Aufstellung mit zwei kompakten Viererketten, dazwischen Stuff als Staubsauger und Benyamina alleine in der Spitze. Entsprechend wenig offensiv traten sie auf, waren ganz auf Konter eingestellt. Fortuna dagegen zeigte sich insgeamt sehr offensiv, da beide Außenverteidiger (vor allem Krecidlo) sich immer wieder ins Offensivspiel einschalteten.

Spielverlauf:
Fortuna zeigte sofort, wer der Herr im Haus ist, ließ vor allem in der ersten Hälfte Union Berlin kaum zum Zug kommen. Lambertz und Krecidlo düpierten Berlins linke Seite ein ums andere Mal und erspielten sich Chance um Chance. Erst nach Lambertz' hochverdientem Volley-Treffer zum 1:0, der noch von einem Berliner unhaltbar für Glinker abgefälscht wurde, überschritten die Berliner das erste Mal die Mittellinie mit einem Freistoß, der beinahe durch Deuß' Zögern zum Ausgleich geführt hätte. Der Rest der Mannschaft ließ sich aber nicht beirren und beherrschte die Berliner klar, schaffte es aber nicht, die Führung weiter auszubauen. In Hälfte Zwei dann das gleiche Bild, Düsseldorf ließ die Berliner nicht ins Spiel kommen. Vor allem Albertz kam nun besser ins Spiel und scheiterte mit einem tollen Außenristschuss aus halblinker Position an einem aufmerksamen Berliner Verteidiger, Glinker wäre ohne Chance gewesen. Podszus und Cakir vergaben beste Möglichkeiten, so dass ab der 70. Minute Berlin langsam ins Spiel fand, ohne aber offensiv überzeugen zu können. Erst Deuß' zweiter krasser Fehler nach einer Ecke ermöglichte einen Pfostenschuss, kurz darauf viel der vollkommen unverdiente Ausgleich, als Mattuschka einen Konter über links flach auf Spork passte, welcher unhaltbar für Deuß einschoss. Costa in der Mitte kam eine Sekunde zu spät. Doch die Fortuna ließ sich - anders als sonst - nicht davon beirren und riss das Spiel wieder mehr an sich. Dennoch brauchte es eine Fehlentscheidung des schwachen Schiedsrichters, der Stuffs leichte Berührung an Cebe und dessen Faller, als Elfmeter wertete. Langeneke verwandelte sicher zum Siegtreffer in der 90. Minute.

Fazit:
Trotz glücklichem Zustandekommens ein hochverdienter Sieg der drückend überlegenen Düsseldorfer, die ihre mangelnde Chancenauswertung (einmal mehr) fast den Erfolg gekostet hätte.



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Lassen wir das mythologische außer Acht, gibt es noch einen weiteren mystischen Zusammenhang. Letztes Jahr begleitete meine Mutter mich zu einem Spiel, dem 3:2 gegen Rot-Weiß Erfurt, bei dem Fortuna durch einen Foulelfmeter, der keiner war, in der 90. Minute noch gewann. Tja, und wie sich die Dinge ähneln. Meine Mutter scheint eine Waffe in dieser Hinsicht zu sein, denn sie und ihr Freund Rainer begleiteten mich zur Partie gegen Union Berlin. Un da ihr alle fleißig den sportlichen Teil gelesen habt, seid ihr auch über den Spielverlauf letzten Freitag informiert. Ich scheine also über einen Joker zu verfügen, den ich einmal pro Saison ensetzen kann. Leider ist die Chance damit für dieses Jahr vertan, aber dafür war es auch sowas von dermaßen verdient...

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Weltmetropolen wie Rüsselsheim und Gütersloh träumen von so einer
Skyline.

Aber der Reihe nach. Die Konstellation in der Regionalliga Nord, der besten Liga von die Welt, hatte sich in den letzten Wochen zwischen dem Bremen Spiel und Freitag zu Fortunas Gunsten verschoben. Die Konkurrenz überbot sich erneut an Inkompetenz, Fortuna siegte relativ unsouverän bei Hertha II, und prompt bot sich eine einmalige Chance. Mit einem Sieg gegen Union Berlin war - zumindest für eine Nacht - der Sprung auf einen Aufstiegsplatz möglich, mit einem 4:0 gar Platz 1, aber wer wird denn gleich gierig sein? Letztendlich - das kann ich ja jetzt schon verraten - steht die Fortuna immer noch auf einem Aufstiegsplatz, da Bremen II mal locker 4:1 in Dresden gewonnen hat,  somit auf Platz 2 gesprungen ist, doch weil nicht aufstiegsberechtigt (Das wär' ja auch noch schöner! ), geht dieses Privileg an die drittplatzierte Fortuna. Am 12. Spieltag. Ja, mir ist bewusst, dass man sich dafür nichts kaufen kann... , aber man muss auch erst einmal da oben stehen. Jetzt heißt es lediglich, da oben zu bleiben. Nun, nichts einfacher wie dies, Frau Schneider!

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Mein Beitrag zum Nachwuchskünstler-Wettbewerb der Fachhochschule
Design & Medien in Jülich-West. Titel: "Parkplatz bei schnell!"

Die Euphorie in Düsseldorf war entsprechend riesengroß. Kennt man ja. Ein Hauch von Erfolg in der Luft und Düsseldorf wird mobil. Eine Woche der Vorverkaufsticker war gestartet, so dass Freitagmittag rund 10.000 Billets schon im Vorverkauf abgesetzt waren. Auch wir hatten zur Sicherheit - 51.000 Plätzte sind in der Regionalliga ja recht schnell outverkoopt - unsere Tickets vorab gesichert. Jedes Mal ein anderer Block, diesmal 28, Sitzfarbe wie eingangs erwähnt grau. Könnte man zum Spaß ja auch mal auf die Tickets drauf schreiben. Der Andrang auf den Parkplätzen war auch durchaus größer als sonst, doch meiner überragenden Nvigationsfähigkeiten konnte ich sofort herausfinden, welche Parkplatz am weitesten vom Stadion weg ist, und so nahmen wir diesen. Gute Arbeit, naja...
Flutlichspiele ist ja so ein Schlagwort. Obwohl dieser Begriff ja leider von der modernen Stadionarchitektur überholt. Weder gibt es den berühmten Lichtkegel - dessen Entdeckung allein Tobias Wecker vorbehalten hast - in Düsseldorf, noch gibt es Flutlicht. Aber auch hier ist es abends dunkel und auch hier knippst man die eine oder andere Birne in der LTU arena an, um diesen natürlichen Effekt auszugleichen. Tja, Gott war halt schon immer ein Show-Typ, man bedenke die Plagen, Noah und Jesus!

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Achja, jeden Spielbericht die gleichen Fotos. Vielleicht kopiere ich mal
einfach welche aus anderen. Merkt Ihr doch eh nicht!

Aber werden wir nicht zu theologisch. Der Fußball-Gott - so ne Art böser Halbbruder vom Echten - steckt ihn in dieser Hinsicht ja meist doppelt und dreifach in die Tasche.
Nun denn, nach recht langem Fußmarsch durften wir dann auch die heiligen Hallen betreten - was Kirchen und Kathedralen für den Einen, das sind Stadien und Arenen für den Anderen. Meine Hostie nehme ich hier meist in Wurstform zu mir, mein Wein ist Bier (Vielleicht vormerken für meinen Grabstein als Zitat für die Ewigkeit: "Sein Wein war Bier." ). Und bevor ich die Wurst auf ihre spirituelle Kraft teste, sei noch kurz erwähnt, dass ein Mitglied der örtlichen Glaubensgemeinschaft in einer Minestrantenkutte, welche von einem normalen Anzug nicht zu unterscheiden ist, auf mich zukam, als gerade mit fotografieren meiner Hostie beschäftigt war. Ein freundlicher Aramark-Mensch, der sich nach dem Qualitätszustand des Produktes erkundigte. Ich konnte ihm von meiner Wurst Affinität und dieser Seite berichten - GRÜSSE! - die Qualität der Wurst folgt nun.


Der offizielle Stadionwurst-Test
Heute:
LTU arena, Düsseldorf - Zweiter Versuch
Preis: 2,50€


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Na bitte, es geht doch! Da muss man ein wenig Druck machen. Meine 1-Kartoffel-Wertunggeht durch alle Medien und natürlich hat man an der Wurst gearbeitet in der Arena. Es gibt ja auch nix Wichtigeres zu tun. Diese Wurst war weitaus weniger fettig, ordentlich durchgebraten und das Brötchen war deutlich größer als sonst. Was werten wir also? Das ist nicht ganz einfach! Viel Negatives gibt es diesmal nicht, ABER eben auch leider nicht viel Positives. So schmeckt sie ganz okay, ist aber weit von lkegendären Würtsten wi der in Wattenscheid entfernt. Der Preis tut sein übriges, es handelt sich meines Erachtens nach um die teuerste Wurst der Liga. Daher gibt es 3 Kartoffeln. Das Problem, und das ergaben auch die Gespräche mit dem Aramark-Mensch. Es scheint, hier ist das Ende der Fahnenstange in der Arena erreicht. Besser geht's nicht hier! Hmm, jetzt bin ich traurig...
Fazit: Das ist die Wurst: Mittelmaß. Nicht mehr und nicht weniger. Hoffentlich irgendwann mal etwas mehr - genau wie die Fortuna. Parallelen??


ein Bildein Bildein Bildein Bildein Bild
(3 von 5 Kartoffeln)


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Das einzig Gute am Villa Kunterbunt System. Mit so mittelmäßigen
Kameras wie der in meinem Handy sieht es immer voll aus. Aber einige
Berliner waren trotz des ungünstigen Termins dabei.

Danach ging's rein und es war wirklich voller als sonst. Sogar der Oberrang musste geöffnet werden. Martin hatte ja die elitäre Möglichkeit, das Spiel von dort zu verfolgen.  Auch die obligatorischen Rentner vor uns zum Bierbespritzen waren da, fällt aber nicht in mein Aufgabengebiet. Dieses Wochenende hat sich der DFB ja etwas ganz besonderes in allen Stadien der ersten drei Ligen ausgedacht. Die Aktion "Sag Nein zu Rassismus!". Dabei erhielt jeder Besucher eine rote Karte, die er bei jeder Karte, die der Schiri im Spiel zeigt, hoch halten sollte. Vielleicht gibt's demnächst ja sogar eigene Animateure für einzelne Blocks. Naja, betrachtet man die Kerls auf den Zäunen bei der Forteng mit Lautsprecher, ist das vielleicht gar nicht so weit entfernt. Hat natürlich überhaupt nicht geklappt mit den Karten. Finde - wenn ich mir hier mal einen persönlichen Einwand erlauben darf, obwohl Moment, ist ja mein Bericht, darf ich ja, ich kann ja alles machen, was ich will. Ha! Kann ja auch ganz schlimme Sachen schreiben: ....Ficken.... Hihihi! Ähh, wo war ich? Achja, ist also in meine Augen ziemlich sinnlos so eine Aktion, so gut gemeint sie auch ist, nur die Leute, die sie eigentlich ansprechen sollte, erreichst du damit nicht. Bestes Beispiel ein recht unintelligenter und betrunkener (Ich liebe diese Kombination!) Herr zwei, drei Reihen hinter uns, der das ganze Spiel über vor allem seine eigene Mannschaft anzufeuern mit "Wichs den um, den Neger!" Die Berliner waren weiß wie Iltis-Klöten, Neger schien ihm aber einfach ein Super Schimpfwort zu sein. Ja, hat viel genützt die Aktion. Aber gut, hab' natürlich auch keine bessere Idee, außer mich zu bemühen in meinem Alltag besser zu machen. Die Fortuna-Fans auf der Südtribüne hatten dann auch ihren eigenen Beitrag zum Thema.

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Schöne Choreograpfie, das Spruchband unten wechselte dann noch in:
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Nett, jetzt nicht unbedingt effektiver als die DFB-Aktion. Aber zumindest
weniger peinlich.

Zum Spiel ist ja eigentlich alles gesagt. Nervlich mal wieder im absoluten Limit. Hat mich wieder mehrere Jahre meines Lebens gekostet. Um meinen Zyklus "Theologische Anspielungen in einem Fußball-Spielbericht" abzuschließen - ich finde sozusagen das Ende des Kreises - eine Begebenheit, die sich so oder in ähnlicher Form später in einer Ebene (Himmel, Hölle, Lüdenscheid, Oben-ohne-Bar) des Lebens nach dem Tod (Was für ein Paradoxon! ) wohl abspielen wird:
Icke: "Tach, bin ich hier richtig?"
Petrus (oder so): "Name?"
Icke: "Wiese, Thorsten M."
Petrus (oder so): "Wiese...hmm sie sind nicht dieser ehemalige Bundesligatorhüter, der mit 120 Sachen in die Weser gefahren ist, weil er vergessen hat, dass ein Auto nicht auf Wasser fahren kann?"
Icke: "Nein. Aber ich habe damals herzlich gelacht."
Petrus (oder so): "Ja, wir alle. Ahh, hier habe ich sie, aber Moment, so früh hatte ich sie gar nicht erwartet."
Icke: "Ich mich auch nicht. War gerade bei Fortuna, als..."
Petrus (oder so): "Fortuna?? Oh, solche haben wir hier oft. Das erklärt alles. Das hat dann wohl leider doch alles seine Richtigkeit. Treten sie ein! Hier gibt's keine Abstiegsplätze und keine Schausteller und heute ist Hartz 4 Abend, Bier nur 90 Cent."
Icke: "Goody goody!"
Wir wissen also alle, wie das hier mal endet. Aber nicht heute und auch nicht nächste Woche. Da gilt es in Wilhelmshaven nachzulegen. Und da Tobias seine phänomenale Rückkehr aus dem malerischen Armenien feiern wird, sind wir dann auch (mindestens) zu zweit. Also, eine schöne Woche und schaut Euch ruhig die Tabelle an!


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22.10.2006
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